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Traumatherapie

Ein Psychotrauma ist eine seelische Verletzung, die auf einzelne oder mehrere bedrohliche Ereignisse zurückgeht. Es überschreitet die Grenzen dessen, was Menschen normalerweise verkraften können - und hinterlässt tiefe Spuren im Körper und in der Psyche. Was Menschen in einer traumatischen Erfahrung erleben, hat mit Bedrohung, Ohnmacht und extremer Hilflosigkeit bis hin zur Todesangst zu tun.

Typische Ereignisse, die sehr häufig als außerordentlich belastend erlebt werden, sind beispielsweise Unfälle, Gewalttaten, gewaltsamer Tod nahe stehender Menschen, sexualisierte Gewalt, körperliche, seelische und sexuelle Misshandlung in der Kindheit. Aber auch ganz alltägliche psychische Verletzungen können je nach Sensibilität des Einzelnen als traumatische Erfahrung wahrgenommen werden und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirken.

Traumatisierte Menschen entwickeln nicht selten körperliche und psychische Symptome, die zusätzlich belasten und den Alltag erschweren. Sie treten manchmal direkt nach den Ereignissen, manchmal erst sehr viel später auf.

Traumatherapie fördert die Auseinandersetzung mit dem Erlebten und seine Bewältigung, um traumatypische Symptome begrenzen, kontrollieren oder auflösen zu können. Dabei geht es u. a. darum, negative und belastende Gefühle wie Scham, Schuld oder Furcht zu überwinden und das Geschehene allmählich in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren. Ziel ist die Wiedergewinnung von Sicherheit im eigenen Lebenskontext und die Erfahrung, wieder die Kontrolle über das eigene Leben zu haben.

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